Das mathematisch – philosophische Herangehen an wissenschaftliches Arbeiten ist in der Familie Mascheck durch die Leipziger Studienzeit von Johannes und Walther Mascheck um 1920 geprägt worden. In dieser Zeit sind sie mit den Wissenschaftlern um Wolfgang Ostwald zusammengekommen und Johannes hat dort 1923/24 im Bereich der Kolloidchemie promoviert. Die Leipziger Wissenschaftler und Philosophen aus dem Kreis der Ostwald Familie diskutierten schon in den frühen 1910er Jahren über Materie und Energie und wussten durch ihre Forschungen, dass ein Zusammenhang zwischen Masse und Energie bestehen muss, der heute sehr einfach in der Einsteinschen Formel dargestellt wird. „Größeren Raum nahmen Vorträge über die philosophische Energetik zwischen 1907 und 1923“ in den Vorträgen von Wilhelm Ostwald ein. (Sonderheft 23 der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft, S.36) Aus wissenschfts-historischer Sicht ist es gewiss sehr lohnend, sich diese Seite genau durchzulesen, um zu verstehen, wie und wo das das Zeitalter der Mikrophysik von Elektronen Protonen und Neutronen begann.
Diese Gedanken haben in der Jugend von Hans-Joachim Mascheck eine große Rolle gespielt und wurden durch vielfältige eigene chemische, elektrische und mechanische Experimente im Labor der elterlichen Färberei erlernt.
Im Jahr 1988 hat das zu einer wegweisenden Veröffentlichung geführt, die neue Möglichkeiten zur Modellierung von turbulenten Strömungen aufzeigt. Trotz gesteigerter Leistungsfähigkeit von Computern und Berechnungsalgorithmen ist der Durchbruch auf diesem Gebiet bis heute nicht erreicht worden.
Informationsentropie als Grundlage für eine Strukturtheorie der Turbulenz
Mascheck, H.-J. and Leuschner, D. (2019) “Die Informationsentropie als Grundlage für eine Strukturtheorie der Turbulenz und die Entwicklung von Berechnungsverfahren”, Technische Mechanik – European Journal of Engineering Mechanics, 9(3) 1988, pp. 218–224. Available at: https://journals.ub.ovgu.de/index.php/techmech/article/view/1547 (Accessed: 28 August 2024).
inspiriert durch eine Datensicherung mit der Webseite der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft von 2005